Ein Diagnose-Tool für alle

Lernlinie ist das Ergebnis wissenschaftlicher Forschung. Seit über 10 Jahren hilft Lernlinie Lehrkräften, ein individuelles Förderangebot zu realisieren, Kindern in ihren schulischen Lernprozessen und Bildungsinstitutionen, höhere Leistungsniveaus und niedrigere Förderquoten zu erzielen.

Ein Diagnose- und Fördertool für Lehrkräfte

Schule fällt Kindern nicht immer leicht. Deshalb ist eine zielgenaue Unterstützung wichtig. Lernlinie unterstützt darin, Lernprobleme frühzeitig zu erkennen und eine zeitnahe und zielgenaue Förderung zu planen.

Ein Diagnose- und Fördertool für Schüler:innen

Lernlinie ermöglicht einen schnellen und einfachen Überblick über die Kompetenzprofile sowohl einzelner Schüler:innen als auch der gesamten Klasse. Mit wissenschaftlich geprüften Materialien kann adäquat auf individuelle Stärken und Schwächen eingegangen werden.

Ein Diagnose- und Fördertool für Kolleg:innen und Eltern

Im schulischen Alltag ist Einiges los. Oft mangelt es an Zeit und Ruhe, um sich ausführlich über die Entwicklung der Kinder auszutauschen. Mit den erprobten Materialien der Lernlinie können Lern- und Entwicklungsstände übersichtlich dargestellt werden und erleichtern die Kommunikation im Kollegium aber auch mit den Eltern.

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Multimodale Diagnostik bildet die Grundlage zur Erfassung und individuellen Förderung von Rechtschreibschwierigkeiten. In diesem Beitrag werden Kernaussagen des wissenschaftlichen Fachbeitrags von Stefan Voß, Yvonne Blumenthal, Kerstin Ehrich und Kathrin Mahlau zusammengefasst. Der komplette Beitrag ist auf der Homepage der Lernlinie einsehbar.

„Das Anknüpfen an vorhandenen individuellen Kompetenzen der Schüler:innen gilt als zentrale Aufgabe von Lehrkräften und als Voraussetzung für adaptiven Unterricht.“

Voß et al. (2020)

Was meint multimodale Diagnostik und wie kann sie helfen, auf Rechtschreibschwierigkeiten bei Kindern und Jugendlichen einzugehen?

Das Konzept der multimodalen Diagnostik bezieht sich auf die umfassende Erfassung und Beurteilung von individuellen Fähigkeiten und Schwierigkeiten eines Kindes. Es kombiniert verschiedene diagnostische Zugänge, die zusammen ein ein ganzheitliches Bild der Lernentwicklung eines Kindes ergeben. Hierzu gehören 1) universelle Screenings, 2) eine qualitative Lernstandserfassung und 3) eine Lernverlaufsdiagnostik.

Screenings

Screenings sind diagnostische Verfahren, die zur Grobauslese potenziell gefährdeter Kinder eingesetzt werden. Sie dienen dazu, Informationen über den Leistungsstand der Schüler:innen im Vergleich zu anderen Kindern zu erhalten. Zudem geben sie frühzeitig Hinweise auf Wissenslücken und Schwierigkeiten. Es handelt sich dabei um sogenannte standardisierte Tests.


Qualitative Diagnostik

Qualitative Diagnostik bezieht sich auf eine detaillierte und tiefgehende Analyse von individuellen Merkmalen, Verhaltensweisen oder Leistungen. Sie zielt darauf ab, ein umfassendes Verständnis der individuellen Stärken, Schwächen und Bedürfnisse einer Person zu gewinnen. Im pädagogischen Kontext kann qualitative Diagnostik beispielsweise durch Beobachtungen, Interviews, Portfolios oder Fallanalysen erfolgen. Diese Verfahren ermöglichen eine individuelle und kontextbezogene Einschätzung und bieten Einblicke in die Denkprozesse, Motivationen und Lernstrategien einer Person. Qualitative Diagnostik ergänzt quantitative Verfahren und trägt dazu bei, ein ganzheitliches Bild der Lernentwicklung und Förderbedürfnisse zu erhalten.


Lernverlaufsdiagnostik

Lernverlaufsdiagnostik bezieht sich auf die kontinuierliche Erfassung und Analyse des individuellen Lernfortschritts einer Person über einen bestimmten Zeitraum hinweg. Eine Lehrkraft sammelt also regelmäßig Leistungsdaten in einem bestimmten Bereich (z. B. Rechtschreibung), um den Lernverlauf zu dokumentieren. Auf dieser Basis kann sie gezielte pädagogische Maßnahmen abgeleiten und eine individuelle und differenzierte Förderungrealisieren.

Die Lernverlaufsdiagnostik basiert auf der Idee, dass Lernen ein dynamischer und höchst individueller Prozess ist. Diese individuellen Lernfortschritte und -bedürfnisse müssen jedoch im Unterricht erkannt und berücksichtigt werden, damit sich Lernerfolge einstellen. Lernverlaufsdiagnostik kann verschiedene diagnostische Verfahren und Instrumente umfassen, wie z.B. regelmäßige Leistungstests, Beobachtungen, Portfolios oder Selbstreflexionen.

Elemente der multimodalen Diagnostik mit der Lernlinie
Multimodale Diagnostik mit der Lernlinie

Inwiefern sind objektive Beobachtungen und Beurteilungen bei der multimodalen Diagnostik bedeutsam?

Der Artikel von Voß et al. unterstreicht die Bedeutung objektiver Beobachtungen und Beurteilungen in pädagogischen Kontexten. Lehrkräfte müssen daher über ausgeprägte diagnostische Fertigkeiten verfügen, um die Leistungen der Kinder und die Schwierigkeiten der gestellten Aufgaben präzise einschätzen zu können. Die Forschung zeigt jedoch, dass es hierbei oft zu Problemen kommt. Daher wird die Standardisierung von Diagnostik im pädagogischen Feld als wichtig erachtet. Standardisiert bedeutet, dass ein Verfahren oder Test nach bestimmten festgelegten Standards und Normen entwickelt und durchgeführt wird. Es bezieht sich auf die einheitliche Anwendung und Durchführung des Verfahrens, um vergleichbare Ergebnisse zu erzielen. Standardisierte Verfahren haben klare Anweisungen und Kriterien für die Durchführung, Auswertung und Interpretation der Ergebnisse. Sie ermöglichen eine objektive und vergleichbare Bewertung der Leistungen von Personen, da sie auf einer festgelegten Normierung basieren.

Die Kombination von verschiedenen diagnostischen Verfahren zu kombinieren, um sowohl eine Grobauslese potenziell gefährdeter Kinder als auch eine differenzierte Diagnose von auffällig gewordenen Kindern durchzuführen. Dieser multimodale Ansatz versucht, eine Brücke zwischen präzisen Schätzungen der Schulleistungen und einer individuell angepassten und aussagekräftigeren Diagnostik zu schlagen.


Welche Möglichkeiten der multimodalen Diagnostik bietet Lernlinie?

Das Konzept der multimodalen Diagnostik ist Teil des Ansatzes von Lernlinie. Lernlinie beschränkt sich dabei nicht nur für den Bereich Rechtschreibung. Zudem bietet die Plattform auch Ressourcen zur Diagnostik und Förderung für die Bereiche Lesen, Mathematik sowie die emotionale, soziale und sprachliche Entwicklung von Kindern. Diese Instrumente sind schulpraktisch orientiert und wissenschaftlich geprüft.

Durch die Nutzung der Lernlinie können Lehrkräfte eine multimodale Diagnostik leicht in ihren Unterricht integrieren. Wie beschrieben, können sie verschiedene diagnostische Zugänge kombinieren, um ein umfassendes Bild der individuellen Bedürfnisse der Kinder zu erhalten. Über Lernlinie können zudem auch Materialien und Methoden für eine individuell angepasste Förderung bezogen werden. Die Lernlinie ist lehrwerkunabhängig und anwenderfreundlich konzipiert.

Zur Förderung der Rechtschreibfähigkeiten werden verschiedene Materialien und Methoden angeboten. Dazu gehören umfangreiche Übungswortschätze, die phänomenspezifisch strukturiert sind und zur individuellen Übungsgestaltung genutzt werden können. Lehrkräfte können zudem Förderblätter für verschiedene Rechtschreibphänomene über die Lernlinie erhalten. Diese enthalten Anweisungen und Arbeitsblätter, die den Schüler:innen helfen, die notwendigen Vorläuferfähigkeiten zur Erarbeitung der Rechtschreibregeln zu erlernen und zu wiederholen. Die Förderangebote orientieren sich dabei immer an dem individuellen Kompetenzprofil des Kindes, das über die Lernlinie automatisiert generiert wird. Lernlinie ermöglicht es, Lehrkräften wertvolle Ressourcen zur Verfügung stellen, um gezielt auf die Rechtschreibbedürfnisse der Schüler:innen einzugehen.

Lernverlauf eines Kindes im sozialen Vergleich: Die schwarze Linie visualisiert den Lernverlauf des Kindes über die Schulwochen. Die farbigen Flächen im Hintergrund ermöglichen einen Einschätzung der Leistung anhand von Altersnormen. Grün entspricht hierbei dem Durchschnittsbereich. Leistungen darunter sind als (weit) untersurchschnittlich zu bewerten, Leistungen darüber als (weit) überdurchschnittlich.
Auszug aus dem Kompetenzprofil eines Kindes: Grün bedeutet, das Phänomen wird vom Kind bereits beherrscht. Gelb bedeutet, das Phänomen wird vom Kind noch nicht sicher beherrscht, Förderung ist angezeigt. Rot deutet darauf hin, dass das Phänomen dem Kind noch große Schwierigkeiten macht, Förderung ist angezeigt.

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